Wenn der Bobbel plötzlich anders aussieht: Warum Farben gewickelt ganz anders wirken können

Manchmal schaut man einen fertig gewickelten Bobbel an und denkt: Moment mal, die Farbe hatte ich mir aber irgendwie anders vorgestellt.

Und genau das ist völlig normal.

Bei einem Farbverlaufsbobbel liegen mehrere einzelne Fäden nebeneinander. Nach und nach wechseln diese Fäden ihre Farbe und genau dadurch entsteht später der Verlauf. Auf dem fertig gewickelten Bobbel sieht man aber immer nur einen Teil davon.

Eine Farbe, die auf dem Bobbel vielleicht sehr kräftig oder dominant aussieht, kann verarbeitet plötzlich viel ruhiger wirken. Und eine Farbe, die man beim Anschauen kaum wahrnimmt, kann im fertigen Häkel- oder Strickstück auf einmal richtig schön zur Geltung kommen.

Dazu kommt noch etwas: Auch das Muster macht einen Unterschied.

Ein dichteres Häkelmuster lässt einen Farbverlauf anders wirken als ein luftiges Tuch. Beim Stricken sieht derselbe Bobbel wieder anders aus. Selbst die Nadelstärke und natürlich die Größe des Projekts spielen eine Rolle.

Deshalb finde ich es immer wieder spannend, wenn ihr uns Bilder von euren fertigen Projekten zeigt.

Manchmal erkenne ich einen Bobbel sofort. Und manchmal denke selbst ich: Mensch, guck an, so sieht der verarbeitet aus!

Genau das ist für mich das Schöne an Farbverlaufsgarn.

Man kennt die Farben, man kennt die Reihenfolge und trotzdem entwickelt jedes Projekt seinen ganz eigenen Charakter.

Und spätestens wenn beim Häkeln oder Stricken der nächste Farbwechsel auftaucht, kommt dieses kleine:

„Na endlich, da biste ja!“

Kennt ihr das auch? Wartet ihr manchmal schon ungeduldig darauf, dass endlich die nächste Farbe kommt?

BB Bobbel. Bunt wie Berlin.

 

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